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  • Wird in der Aquaristik zur Wasseraufbereitung genutzt.
    Dabei wird das Wasser zunächst durch einen Partikelfilter geleitet, um gröbere Bestandteile wie Sedimente o.ä. zu entfernen. Die weitere Aufbereitung erfolgt über Aktivkohlefilter, die z.B. giftige Inhaltsstoffe adsorbieren können. Abschließend wird das Wasser durch eine halbdurchlässige (semipermeable) Membran geleitet, welche nur durch Wassermoleküle durchdrungen werden kann. Da durch diese Membran immer noch Reste nicht adsorbierter Ionen dringen können, sollte noch ein Mischbettharzfilter nachgeschaltet werden, um die diese schließlich restlos zu enfernen.
  • Abkürzung für rapid tissue necrosis (wörtl. schneller Gewebeverlust), welcher binnen weniger Stunden bei Steinkorallen auftreten kann.
    Verantwortlich ist der auch als Helicostoma nostata bekannte Einzeller Porpostoma notatum, der ebenfalls für das Auslösen von Brown Jelly in Frage kommt.
  • Im Prinzip sind diese eine mit Nährstoffen versehene Siedlungsfläche für Bakterien, welche zuerst von nitrifizierenden Bakterien angenommen wird. Aufgrund der nun folgenden Produktion von Biomasse (Biofilm), bildet sich darunter ein sauerstoffarmes (anaerobes) Milieu, in welchem sich denitrifizierende Bakterien ansiedeln können.
    Biopellets werden im Laufe der Zeit durch die Bakterien abgebaut, und müssen daher regelmäßig nachgefüllt werden.
  • Mit dieser Methode werden Tiere (insbesondere Fische und Garnelen) nach dem Transport an veränderte Wasserverhältnisse gewöhnt.
    Dazu wird über einen Luftschlauch mit Hilfe einer Klemme Beckenwasser tropfenweise in das Transportgefäß geleitet, bis das Volumen des Beckenwassers überwiegt. Notfalls muss hier Wasser abgeschöpft werden um ein Überlaufen zu verhindern. Das Ziel der Eingewöhnung ist zum einen der Angleich der Dichte, worauf besonders Garnelen sehr empfindlich reagieren. Zum anderen sinkt der pH-Wert bei längeren Transporten von Fischen extrem in die Tiefe. Gerade hier ist ein behutsames Angleichen wichtig, da das mit einem höheren pH-Wert eingeleitete Wasser vorhandenes Ammonium in giftiges Ammoniak umwandelt, worauf die Tiere Schaden nehmen können.
  • Liegen die Nährstoffe Nitrat (NO3) und Phosphat (PO4) in zu geringer Menge vor, kann es zu einer Nährstofflimitierung (Mangelsituation) kommen, sofern die Ernährung der Koralle nicht über andere Wege gesichert ist. Um in so einer Situation gezielt eingreifen zu können, gilt es den limitierenden Parameter zu ermitteln.
    Eine Nährstofflimitierung im Bereich Nitrat zeichnet sich häufig durch das Aufhellen der Korallen aus, da Aufgrund von Abstoßen der Zooxanthellen das Gewebe heller in Erscheinung tritt. Bei einem Phosphatmangel werden oft Gewebeauflösungen an SPS, beginnend von der Basalscheibe aus, beobachtet. Die Koralle frisst sich quasi selber auf, um an das Lebensnotwendige Phosphat zu gelangen, welches sie im eigenen Gewebe vorfindet.
  • Genau genommen findet eine Ionenverschiebung (der korrekte Audruck wäre Ionenbalance) schon in dem Moment statt, in welchem Calzium und/oder Carbonat verbraucht und nicht gleich nachdosiert wird, da sich das Verhältniss vom Aquariumwasser zu der natürlichen Zusammensetzung des Meerwassers verändert.
    Wir Aquarianer müssen dieses Ungleichgewicht austaxieren, indem wir dem Becken Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) und Calziumchlorid (CaCl2) zufügen müssen.
    Verbraucht wird allerdings nur Carbonat und Calzium, hingegen Natrium und Chlorid übrig bleiben, welches sich zu Natriumchlorid (NaCl) zusammen schließt. Dies hebt die Dichte an und begründet eine Ionenverschiebung, sofern diese Anreicherung nicht durch NaCl-freies Salz ausgeglichen wird.
    Schlimm ist diese Anreicherung eigentlich nicht, da die Korallen damit recht gut klar kommen. Einzig die Verfügbarkeit von Kalium, Brom, Iod und Flor sinkt, was aber durch gezielte Dosierungen wieder ausgeglichen werden kann.