Habt Ihr bereits Erfahrungen mit DIY LED-Lampen?

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    • Habt Ihr bereits Erfahrungen mit DIY LED-Lampen?

      Hallo zusammen,

      LED-Beleuchtungen in der Meerwasser-Aquaristik werden immer populärer. Die Preise werden bezahlbarer, die Qualität und auch die Auswahl steigt. Man soll damit Strom und Röhrenwechsel sparen, es wird weniger Wärme erzeugt, so dass die Becken auch weniger aufheizen können usw.

      Ein Teil dieser Argumente stimmen ja wirklich. Allerdings zeigen die Testserien von Henning, die Ihr hier nachlesen könnt, dass es hier doch erhebliche Qualitätsunterschiede gibt, die man nicht unbedingt von Herstellernamen, Wattleistung oder auch dem Preis abhängig machen kann.
      Wenn ich mal davon ausgehe, dass jeder Hersteller auch darauf bedacht ist, sein Produkt so zu produzieren, dass diese nicht nur schön aussehen, sondern durch eigene kostenintensive Entwicklungen versuchen, eine gute Lampe auf dem Markt zu bringen, dann stellt sich für mich die Frage, wie es mit DIY-Lampen aussieht?
      Man nehme irgendwelche Hochleistungs-LED, befestige die auf einem Kühlkörper, verbinde die einzelnen LED untereinander und schließe diese an einer KSQ oder Controller an.
      Kann dies wirklich so funktionieren?
      Woher weiß man, welche LEDs in welcher Farbzusammenstellung die richtigen sind?
      Wie errechnet man dabei die PAR-Werte, die ja wichtiger für die Korallen sind, als z.B. Watt/Liter und Lumen?
      Warum versteift man sich trotz neuer Erkenntnisse immer noch an die Faustformel 0,5W/Liter bei LED?
      Linsen ja oder nein und wenn ja, welche und warum?
      Wieso stecken die Hersteller so viel Geld in die Entwicklung, wenn der Selbstbau so kostengünstig und einfach ist?
      Alles nur Werbung, um uns teure Lampen zu verkaufen? Ich weiß es nicht.

      Wie ist Eure Meinung dazu und habt Ihr auch eigene Erfahrungen mit DIY-Lampen machen können?


      Ich selber hatte mein RSM 250 damals für rund 500,-€ mit 170W LED und Controller umgerüstet. Dabei hatte ich die vorhandene T5-Beleuchtung im Deckel einfach nur getauscht, so dass die LED ohne Linsen nur wenige cm über der Wasseroberfläche betrieben wurden. Die Spielereien mit Sonnenauf- und -untergang sowie die Wokensinulationen fand ich wirklich toll. Für den Betrachter sah es gut aus, aber reichte es auch den Korallen? Konnte ich wirklich langfristig damit Geld sparen?
      In meinem Fall nicht. Die meisten Korallen kamen mit dem Licht auf Dauer nicht klar und zeigten keinen Wachstum oder gingen sogar ein. Stromsparen war auch nicht wirklich, da nun das Wasser zusätzlich beheizt werden musste.
      Lag es an den verwendeten LED, an den nicht verwendeten Linsen oder doch am geringen Abstand zum Wasser? Keine Ahnung. Das wwerde ich wohl nie erfahren.
      Ich bin zwischenzeitlich wieder auf T5 zurück und der Zustand im Becken hat sich fast wieder normalisiert. Von LED bin ich noch nicht ganz ab, warte aber noch auf eine gute "fertige" Lampe, die ich auch im Deckel betreiben kann. Von DIY-Lampen, bin ich allerdings geheilt.