Die dunkle Seite des Hobbys

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    • Die dunkle Seite des Hobbys

      ESAIA NEU schrieb:

      Die dunkle Seite des Hobbys


      Seit Jahren bemühen wir uns – allen Kritikern zum Trotz –, die Meeresaquaristik als das hinzustellen, was sie ist: Liebhaberei für den faszinierenden, hochsensiblen und schützenswerten Lebensraum Meer. Unser Hobby hat aber auch eine dunkle Seite. Wir haben immer wieder auf Missstände wie Zyanidfischerei, fehlendes Fischereimanagement und mangelnde Regulation hingewiesen und mit all unserer Kraft für eine nachhaltige Meeresaquaristik gekämpft. Nach neun Jahren unermüdlicher Arbeit müssen wir mit großer Ernüchterung sehen, dass unsere Anstrengungen die Zustände nicht wesentlich verbessert haben: Die wenigsten sehen einen Bedarf an den so überlebenswichtigen Veränderungen. Es fällt uns schwer, aber wir haben nach langen Überlegungen beschlossen, die Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern einzustellen und dem Hobby den Rücken zu kehren. Was uns bleibt, ist die Hoffnung auf einen Paradigmenwechsel in der Meeresaquaristik. Sollte es je dazu kommen – wir wären mit tatkräftigen Partnern und unter adäquaten Bedingungen bereit, das Hobby in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Denn das Meer und seine Bewohner sind und bleiben unsere Leidenschaft und unser Herzensanliegen.


      Im Namen des Vorstands von SAIA / ESAIA e. V. bedanke ich mich bei allen, die uns in vielfältiger Weise unterstützt, vorangebracht oder inspiriert haben. Spontan fielen mir folgende Namen ein: Charlotte Schmidt, Katja Furthmann, Ellen Thaler, Uwe Abraham, Andreas Kunzmann, Sebastian Ferse, Guido Westhoff, Onno Gross (), Norman Pfannkuche, Sabine Keuter, Robert Baur, Claude Schuhmacher, Dieter Esterer, Thomas Ptok, Thomas Bangel, Sebastian Bollmann, Werner Menzel, Uwe Kresse, Ina Fischer, Ioanna Engel, Daniel Moj, Philipp Abresch, Frank "Leander" Schmidt, Markus Wild, Hans Gonella, Eduard Meinema, Gerald Bassleer, Eckart Haeberlin, Alain Duday, Fabrice & Ingrid Ortin, Jean-Jacques Eckert, Vincent Chalias, Frederic Amblard, Ricardo Calado, Ike Olivotto, Thane Militz, Robert Aspinell, Gordon Watson, Robert Fenner, Bill Walsh, Tim Hayes, Clifford & Gera Alegrado, Yunaldi Yahya, Gayatri Reksodihardjo-Lilley, Agung Setiabudu, Haris Sjafiudin, Irwan M. Fikri, sowie allen großzügigen Spendern und den vielen namenlosen Fischern und ihren Familien, bei denen wir zu Gast sein durften!


      Zum Schluss noch ein Foto, das mich schon viele Jahre begleitet und mir in schwierigen Zeiten immer ein Trost ist: Dieser balinesischen Korallenfischerin begegnete ich 2003, als ich für meine Abschlussarbeit recherchierte. Ich hatte zu ihr ein sehr herzliches Verhältnis, obwohl wir uns sprachlich nicht verständigen konnten. Kurze Zeit später starb sie an den Folgen der Dekompressionskrankheit. Ihr Schicksal bewegt mich bis heute: Sie hatte nie eine Schule besuchen können und war als geschiedene Frau in ihrer Dorfgemeinschaft Persona non grata. Trotzdem blieb sie ihren Werten treu, und das machte sie in meinen Augen zu einem außergewöhnlichen Menschen.


      Christiane Schmidt




      Quelle: saia.fish/blog/entry/145-die-dunkle-seite-des-hobbys/
    • SAIA schrieb:

      ESAIA NEU schrieb:

      Zum Schluss noch ein Foto, das mich schon viele Jahre begleitet und mir in schwierigen Zeiten immer ein Trost ist: Dieser balinesischen Korallenfischerin begegnete ich 2003, als ich für meine Abschlussarbeit recherchierte. Ich hatte zu ihr ein sehr herzliches Verhältnis, obwohl wir uns sprachlich nicht verständigen konnten. Kurze Zeit später starb sie an den Folgen der Dekompressionskrankheit. Ihr Schicksal bewegt mich bis heute: Sie hatte nie eine Schule besuchen können und war als geschiedene Frau in ihrer Dorfgemeinschaft Persona non grata. Trotzdem blieb sie ihren Werten treu, und das machte sie in meinen Augen zu einem außergewöhnlichen Menschen.
      Quelle: saia.fish/blog/entry/145-die-dunkle-seite-des-hobbys/
      Traurige Geschichte, allerdings mehr die Verstoßung aus ihrer Gesellschaft.
      Der Tod gehört zum Leben und die Trauer ist der Verlust der Person. Theoretisch ist es so das man nicht loslassen möchte.
      Eine angetretene Reise kann man in diesem Falle nicht aufschieben.